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Fruchtsäurepeeling für eine frische und jugendliche Haut

23. November 2016

Vivolla - fruchtsäurepeeling
 

Peelings regen die körpereigenen Mechanismen zur Selbsterneuerung an. Sie entfernen abgestorbene Hautzellen, glätten die Haut und verbessern ihre Qualität. Bei der Aktivierung dieser Selbstheilungsprozessen erzielen besonders Fruchtsäuren gute Ergebnisse. Als besonders wirkungsvoll erweisen sie sich gegen Akne,Aknenarben sowie speziell im Anti-Aging-Bereich gegen Altersflecken, Pigmentflecken, Linien und Fältchen. In der Dermatologie gilt das Fruchtsäurepeeling als schonende und sanfte Möglichkeit, das natürliche Abtragen und Entfernen von abgestorbenen Hautzellen zu beschleunigen.

Die gebräuchlichsten Fruchtsäuren für ein wirksames Peeling

Wenn es um Anti-Aging geht, ist das Fruchtsäurepeeling eine wirkungsvolle Maßnahme gegen vorzeitiges Altern der Haut. Die Basis der Fruchtsäuren bilden natürliche Produkte wie Milch, Zitronen, Äpfel oder Wein. Die am häufigsten verwendete Fruchtsäure ist die Glykolsäure, auch unter der Bezeichnung AHA (Alpha-Hydroxy-Acid) bekannt. Die speziell zur Heimanwendung hergestellten Fruchtsäureprodukte besitzen im Gegensatz zum professionellen Fruchtsäurepeeling haben höheren ph-Wert. Das macht die Behandlung zu Hause mit Alpha-Hydroxysäure absolut sicher und eniger wirksam im Vergleich zu einem professionell ausgeführtem Fruchtsäurepeeling. Solche Produkte fürs zu Hause sind aber während einer Fruchtsäure-Kur sehr zu empfehlen, da sie die gewünschte Verbesserung des Hautbildes unterstützen und beschleunigen können. Bei einem Peeling gegen Unreinheiten (auch Akne) erzielt Salicylsäure, auch unter der Bezeichnung BHA (Beta-Hydroxy-Acid) bekannt, aufgrund ihrer antibakteriellen und hornhautlösenden Wirkung gute Ergebnisse.

Fruchtsäurepeeling mit Glykolsäure

Glykolsäure besitzt im Vergleich zu anderen Fruchtsäuren die kleinste Molekülgröße, wodurch sie entsprechend tief durch die Epidermis (oberste Hautschicht) bis in die Dermis eindringen kann. Dank dieser Eigenschaft tragen regelmäßige Fruchtsäurepeelings Hornschichten auf der Haut schrittweise ab und beschleunigen das Ablösen abgestorbener Zellen. Dadurch erhöht sich die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern und Wirkstoffe aufzunehmen. Außerdem wird dadurch die hauteigene Kollagenproduktion angeregt. Die Folge ist eine sichtbare Steigerung der Hautspannung mit entsprechender Faltenglättung. Die Haut wird elastischer, voller und frischer.

Peeling mit Salicylsäure

Früher wurde Salicylsäure aus Weidenrinde (Salix) gewonnen, wodurch der Name entstand. Heute wird die Säure vermehrt künstlich hergestellt. Sie besteht aus größeren Molekülen als Glykolsäure und wirkt daher nur in der Epidermis, wo sie das dort angesammelte Fett löst und entfernt dies aus den Poren. Dadurch dass die abgestorbene Hautschüppchen entfernt werden, wird die Haut zur Regeneration und Produktion neuer Zellen angeregt. Salicylsäure wird von Dermatologen überwiegend gegen Akne, Warzen und Verhornungsstörungen eingesetzt, zum Teil auch in Verbindung mit anderen Wirkstoffen. Diese Peeling hilft besonders Jugendlichen und Erwachsenen, die auf Grund hormoneller Umstellungen unter Pickeln, Pusteln u. a. leiden.

Was unterscheidet die Behandlung zu Hause von einem Profi-Peeling?

Für das Peeling zu Hause werden Produkte verwendet, die speziell für diesen Zweck hergestellt sind. In diesen Zusammenstellungen ist der Anteil von Glykol- oder Salicylsäure wesentlich geringer dosiert und hat wesentlich höheren pH-Wert, als bei einem Profi-Peeling, das von Dermatologen, Kosmetikstudios oder auch Wellnesscentern angeboten wird. Produkte fürs zu Hause eignen sich am besten als Unterstützung für Profi-Anwendungen. Um nachhaltige Hautbildverbesserung zu erzielen, sollte man am besten eine Fruchtsäuren-Kur machen (4-6 Anwendungen im Abstand von 10-14 Tagen).

Fragen rund ums Fruchtsäurepeeling - FAQ

  • Sind Fruchtsäurepeelings schmerzhaft? Tut es weh?

    Nach dem Auftragen des Peelings spürt man meistens leichtes bis mittel starkes Kribbeln auf der Haut. Manche empfinden das Prickeln stärker als die Anderen, es kommt immer auf den Zustand und Typ der Haut. Manche Menschen verspüren kaum etwas. Das Auftreten bzw. Fehlen des prickenden Gefühls auf der Haut ist jedoch kein Indiz für die Wirksamkeit des Peelings. Außerdem wird einem oft warm im Gesicht, dieser Effekt entsteht infolge der verstärkten Durchblutung der Haut.

  • Ist man nach der Behandlung gerötet?

    Die meisten Menschen sind nach der Fruchtsäurepeelingbehandlung gerötet bedingt durch die angeregte Durchblutung. Die Rötungen gehen meistens (fleckenartig) innerhalb der nächsten 2-3 Stunden zurück. Sollte man sehr empfindliche Haut haben, kann es sein, dass die Haut bis zu 48 Stunden leicht gerötet bleibt.

  • Was ist nach dem Fruchtsäurepeeling zu beachten?

    Die Haut ist nach der Behandlung lichtempfindlicher. Daher sollten Fruchtsäurepeelings ausschließlich in lichtarmen Monaten durchgeführt werden (Oktober bis März). Nach der Behandlung sollte man eine Woche lang keine Sonnenbäder nehmen sowie auf keinem Fall ins Solarium gehen. Außerdem ist eine Creme mit einem Lichtschutzfaktor LSF von 30 in den ersten Tage nach der Behandlung sehr empfehlenswert.

  • Gibt es Kontraindikationen für ein Fruchtsäurepeeling?

    Ja. Bei akutem Herpes im Gesicht darf die Behandlung nicht durchgeführt werden. Außerdem während und 2 Wochen nach der Einnahme von Antibiotika sowie kortisonhaltigen Präparaten ist von einem Fruchtsäurepeeling abzuraten. Bis zu 12 Monaten nach der Behandlung mit Retinoiden (Vitamin A-Säure) ist auf eine Fruchtsäurepeeling zu verzichten. Zu weiteren Kontraindikationen gehören Allergien gegen die Inhaltsstoffe des Peelings, frische Wunden und Narben sowie Neigung zu Keloiden. Während der Schwangerschaft sowie des Stillens ist von starken Fruchtsäurepeelings abzusehen.